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Tankrabatt-Monitor Oktober bis Dezember 2026

Vom 01. Oktober 2026 bis 31. Dezember 2026 sinkt die Energiesteuer auf Benzin und Diesel um 14,04 Cent je Liter, mit Umsatzsteuer rund 16,7 Cent. Wir messen, wie viel davon an der Zapfsäule ankommt.

Super E10 kostet heute um 06:00 Uhr

10,4 Cent weniger je Liter

als am 30. September um 06:00 Uhr, dem letzten Tag vor der Steuersenkung. Bei 50 Litern sind das 5,20 €.

Alle rund 14.500 Tankstellen, Stundenwert: 211,0 ct heute, 221,4 ct am 30.09. · nicht um Marktbewegungen bereinigt

Wie viel davon ist der Tankrabatt? Rechnerisch 16,7 Cent je Liter, rund 8,35 € bei 50 Litern. Wie viel davon wirklich ankommt, zeigt der Vergleich mit Frankreich: erster Wert am 3. Oktober, Wochenmittel ab 9. Oktober.

Was an der Zapfsäule ankommt

Super E10 im Bundesschnitt aller rund 14.500 Tankstellen gegen den Preis, der ohne Steuersenkung zu erwarten wäre — abgeleitet aus Frankreich, wo die Steuer nicht sinkt. Die Fläche rechts der gelben Linie ist die Weitergabe.

Tatsächlicher Bundesschnitt Erwartung ohne Steuersenkung Weitergabe Beginn der Steuersenkung
Warum die Linien vor dem 1. Oktober nicht genau aufeinanderliegen

Vor dem 1. Oktober ist die graue Linie keine Gegenrechnung, sondern eine Kontrolle: Ohne Steuersenkung müssen beide Linien zusammenliegen. Dass sie an einzelnen Tagen um bis zu drei Cent auseinanderlaufen, ist die Messgenauigkeit des Verfahrens — und der Grund, warum die Hauptkennzahl ein Wochenmittel ist und kein Tageswert.

Die letzten 48 Stunden

Bundesschnitt aller rund 14.500 Tankstellen, Stunde für Stunde von Di. 07:00 bis Do. 06:00 Uhr. Zwei Mittagssprünge im Bild: So steht jede Stunde neben derselben Uhrzeit am Vortag.

Diesel Super E10
Warum der Sprung erst nach 12 Uhr im Bild ist

Seit dem 1. April dürfen Preise nur einmal täglich erhöht werden, um zwölf Uhr. Der Messpunkt um 12:01 Uhr fällt in den Moment, in dem die meisten Stationen noch nicht umgestellt haben — deshalb liegt der Sprung im Bild zwischen 12 und 13 Uhr. Danach geht es in mehreren Schritten wieder abwärts, das günstigste Niveau liegt kurz vor zwölf.

An der Zapfsäule angekommen

157 Mio €

Spanne 146 Mio € bis 168 Mio € · von 2,50 Mrd € Steuerverzicht insgesamt, davon 7 % des Zeitraums verstrichen

In der Lieferkette geblieben: 0 Mio € bis 17 Mio €

Ohne den Vorlauf vor dem Rabatt gerechnet: 139 Mio €

Hochrechnung aus der gemessenen Weitergabe von 16,08 Cent je Liter auf den veranschlagten Steuerausfall.

Wie gerechnet wird

Die Weitergabe ist mengengewichtet aus Diesel und Benzin und linear über den Zeitraum verteilt. Bezugsgröße ist der vom Bundesfinanzministerium veranschlagte Steuerausfall — eine Prognose, kein Istwert. „Zapfsäule“ schließt Gewerbe und Speditionen ein, auf die ein großer Teil des Dieselabsatzes entfällt.

Der erste Rabatttag an den Zapfsäulen

Am ersten Rabatttag bis 11:59 Uhr haben 99 Prozent der 431 Monitor-Tankstellen den Dieselpreis gesenkt, im Median um 18,0 Cent gegenüber dem Vorabend; bei Super E10 sind es 98 Prozent und 17,0 Cent. Gegenüber dem Vormittag des Vortags, also vor dem 12-Uhr-Aufschlag, beträgt die Senkung im Median 13,2 Cent bei Diesel und 13,1 Cent bei E10.

Beobachtung an 431 Tankstellen unseres Monitors: letzter Preis des Vortags gegen den letzten Preis vor 12 Uhr am 01. Oktober 2026, Stand 11:59 Uhr. Später am Tag steckt im Preis der Mittagsaufschlag, der unten einen eigenen Abschnitt hat. Das ist keine Weitergabequote, sondern eine Auszählung — sie braucht weder den Frankreich-Vergleich noch ein Wochenfenster und steht deshalb schon am ersten Tag zur Verfügung.

BeobachtungDieselSuper E10
Stationen ausgewertet431408
davon gesenkt427 (99 %)401 (98 %)
unverändert47
erhöht00
Senkung gegenüber Vorabend, Median18,0 ct17,0 ct
Senkung gegenüber Vortag 10–12 Uhr, Median13,2 ct13,1 ct
Rückgang um mindestens 16,7 ct ggü. Vorabend90,7 %89,7 %
Hälfte der Senkungen bis00:15 Uhr00:15 Uhr

Warum zwei Vergleiche: Der letzte Preis des Vortags lag nach dem 12-Uhr-Aufschlag und damit hoch. Gegen ihn fällt die Senkung groß aus. Wer am Vortag vormittags getankt hat, vergleicht mit einem niedrigeren Preis und sieht eine kleinere Ersparnis. Beide Zahlen stimmen; welcher Anteil der Steuersenkung tatsächlich ankommt, beantwortet erst der Vergleich mit Frankreich.

Der 12-Uhr-Aufschlag

Täglicher Preissprung um 12 Uhr seit Einführung der Regel am 1. April 2026 — am ersten Tag 2,1 Cent. An 155 von 190 Tagen war ein einzelner Mittagssprung größer als die gesamte Steuersenkung (gelbe Linie). Ein Mittagssprung allein zeigt aber nicht, dass der Rabatt aufgezehrt ist — den Aufschlag gab es auch vorher. Der Aufschlag von heute erscheint gegen 12:30 Uhr.

Aufschlag größer als die Steuersenkung kleiner Höhe der Steuersenkung

Die drei Verfahren

Das Diagramm ganz oben zeigt den Frankreich-Vergleich. Damit ein Ergebnis nicht an einem einzigen Verfahren hängt, messen wir parallel auf drei Wegen. Ganz unabhängig sind sie nicht: Frankreich-Vergleich und Stationsebene nutzen dieselbe französische Referenz, nur die Großhandelsmarge rechnet mit einer eigenen. Die vollständige Methode steht unter Methodik: Tankrabatt 2026.

VerfahrenDieselSuper E10
Vergleich mit Frankreich98,6 %16,4 von 16,7 ct, Spanne ±1,3ohne Vorlauf: 87,9 % · 14,7 ct92,6 %15,4 von 16,7 ct, Spanne ±0,8ohne Vorlauf: 80,8 % · 13,5 ct
Großhandelsmargenoch nicht belastbarBisher nur ein Einzeltag. Erster Wochenwert am 9. Oktober.kein VerfahrenFür Benzin gibt es keine belastbare Großhandelsnotierung.
Stationsebenenoch nicht belastbarBisher nur ein Einzeltag. Erster Wochenwert am 9. Oktober.noch nicht belastbarBisher nur ein Einzeltag. Erster Wochenwert am 9. Oktober.
Was die drei Verfahren messen
Vergleich mit Frankreich
Frankreich senkt die Steuer nicht, bewegt sich aber im selben Großhandelsmarkt. Was die Preislücke zwischen beiden Ländern verliert, ist die Weitergabe.
Großhandelsmarge
Bruttomarge ist der Straßenpreis minus Großhandelseinstand. Fällt sie um den Steuerbetrag, ist die Senkung vollständig durchgereicht. Nur für Diesel: Für Benzin gibt es keine belastbare Großhandelsnotierung.
Stationsebene
Jede der rund 430 Monitor-Tankstellen gegen ihr eigenes Mittel aus dem Referenzfenster, gegengerechnet mit der Bewegung in Frankreich.

Die Spanne ist kein statistisches Konfidenzintervall. Beim Frankreich-Vergleich ergibt sie sich aus der Tagesstreuung im Referenzfenster, bei Großhandelsmarge (±1,5 ct) und Stationsebene (±1,0 ct) ist sie ein vorab festgelegter Wert.

Wie die Zahlen zu lesen sind

Die drei Verfahren messen dasselbe auf unterschiedlichen Wegen und können auseinanderlaufen. Weichen sie stark voneinander ab, ist das kein Fehler, sondern die ehrlichere Darstellung: Dann ist die Weitergabe aus den Daten nicht eindeutig zu bestimmen. Werte über 100 Prozent oder unter null werden gezeigt und erklärt, nicht abgeschnitten.

Der Frankreich-Vergleich ist eher zu hoch als zu niedrig. Schon vor dem Rabatt lagen die deutschen Preise unter dem, was die Entwicklung in Frankreich erwarten ließ: vom 22. bis 28. September um 1 bis 3 Cent, am 30. September um rund 4 Cent. Das Verfahren rechnet ab dem 1. Oktober jeden Abstand zur Referenz dem Rabatt zu, also auch einen Teil, der ohne Steuersenkung entstanden wäre. Ob die Abweichung mit dem Rabatt zusammenhing, etwa weil Tankstellen schon vorab gesenkt haben, oder mit dem Großhandel, lässt sich aus den Preisen allein nicht trennen.

Deshalb steht neben der festgeschriebenen Zahl seit dem 7. Oktober eine Zweitzahl „ohne Vorlauf“: Sie zieht den Abstand der letzten Woche vor dem Rabatt (24. bis 30. September: 1,8 Cent bei Diesel, 2,0 Cent bei E10) ab. Sie ist eher zu niedrig, falls ein Teil des Vorlaufs selbst schon vorgezogene Rabattwirkung war. Die tatsächliche Weitergabe liegt nach unserer Einschätzung zwischen beiden Zahlen. Die Regel haben wir festgelegt, bevor die ersten ausführlichen Vergleichszahlen anderer Institute vorlagen.

Fehlen Daten oder sind sie älter als zwei Tage, pausiert das betroffene Verfahren. Lieber keine Aussage als eine geschätzte.

Datenstand

Stand 08.10.26, 06:59 Uhr. Aktualisiert sich alle 15 Minuten.
Ausgewertetes Fenster01. Oktober 2026 bis 06. Oktober 2026
Referenzfenster08. September 2026 bis 21. September 2026
Bundesschnitt, letzte StundeDiesel 220,3 ct, E10 211,0 ct um 06:00 Uhr am 08. Oktober 2026
Diesel, letztes Tagesmittel222,6 ct am 07. Oktober 2026
Super E10, letztes Tagesmittel212,7 ct am 07. Oktober 2026
Gasoil-Einstand103,2 ct je Liter
Frankreich-Datenaktuell
Referenzlücke Deutschland − FrankreichDiesel 5,6 ct, E10 13,8 ct

Häufige Fragen

Wie viel billiger wird Tanken durch den Tankrabatt?

Die Energiesteuer sinkt um 14,04 Cent je Liter, mit Umsatzsteuer ergibt das rund 16,7 Cent. Das ist die rechnerische Entlastung bei vollständiger Weitergabe; der tatsächliche Preis kann wegen Marktbewegungen stärker oder schwächer fallen. Wie viel davon ankommt, misst diese Seite.

Warum vergleicht ihr mit Frankreich?

Weil dort die Steuer nicht gesenkt wird, der Großhandelsmarkt aber derselbe ist. Was die Preislücke zwischen beiden Ländern gegenüber dem Referenzfenster verliert, ist die Weitergabe. Der Weltmarkt bewegt beide Länder gleichzeitig und fällt dadurch heraus.

Warum nicht einfach mit dem Ölpreis rechnen?

Das haben wir beim ersten Rabatt getan, und es war die Schwachstelle: Das Ergebnis hing an einem geschätzten Faktor, wie stark der Rohölpreis auf die Zapfsäule durchschlägt. Für Diesel taugt Rohöl 2026 grundsätzlich nicht als Referenz, weil sich der Diesel-Aufschlag im Großhandel unabhängig bewegt. Wir nutzen deshalb die Gasoil-Notierung, die 98 Prozent der Dieselbewegung erklärt.

Warum stehen bei Benzin nur zwei Verfahren?

Für Benzin gibt es keine belastbare Großhandelsnotierung, die wir öffentlich beziehen können. Das Margenverfahren läuft deshalb nur für Diesel. Wir zeigen das offen an, statt eine dritte Zahl zu erfinden.

Was hat der 12-Uhr-Aufschlag mit dem Rabatt zu tun?

Seit dem 1. April dürfen Preise nur einmal täglich erhöht werden, um zwölf Uhr. Dieser Aufschlag ist seither von 2 auf rund 20 Cent gewachsen. Ein einzelner Mittagssprung übersteigt damit die gesamte Steuersenkung. Ein Mittagssprung allein zeigt aber nicht, dass der Rabatt aufgezehrt ist: Den Aufschlag gab es auch vor der Steuersenkung. Ob die Entlastung ankommt, zeigt nur der Vergleich zur gleichen Tageszeit. Für den eigenen Tankstopp heißt das: vor zwölf tanken und die Preise in der Nähe vergleichen.

Warum ist es nach 12 Uhr wieder teurer — ist der Rabatt schon weg?

Nicht unbedingt. Seit dem 1. April dürfen Tankstellen ihre Preise einmal täglich um zwölf Uhr erhöhen, und das tun sie auch während der Steuersenkung. Vom 10. bis 29. September lag dieser Mittagsaufschlag bei Diesel im Schnitt bei 16,0 Cent — fast so viel wie die gesamte Steuersenkung. Wer nachmittags tankt und mit dem Vormittag des Vortags vergleicht, sieht deshalb kaum eine Entlastung. Aussagekräftig ist nur der Vergleich zur gleichen Tageszeit; wie viel der Senkung tatsächlich ankommt, zeigt der Vergleich mit Frankreich auf dieser Seite.

Sind eure Zahlen dieselben wie beim ADAC oder beim Bundeskartellamt?

Nicht zwangsläufig. Wir rechnen eigenständig und legen die Methode vorab offen. Je nachdem, wie man gleichzeitige Marktbewegungen herausrechnet, kommen unterschiedliche Quoten heraus. Deshalb zeigen wir drei Verfahren nebeneinander statt einer einzelnen Zahl.

Darf ich die Diagramme verwenden?

Ja. Jedes Diagramm lässt sich über das Pfeilsymbol als PNG herunterladen. Wir bitten um die Quellenangabe „benzin.jetzt auf Basis der Meldedaten der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe" und freuen uns über eine Verlinkung.

Für Redaktionen

  • Quellenangabe: „benzin.jetzt auf Basis der Meldedaten der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe“.
  • Datengrundlage: Bundesschnitt und Diagramme beruhen auf allen rund 14.500 Tankstellen. Der erste Rabatttag und die Stationsebene beruhen auf unserem eigenen Monitor mit rund 430 Stationen — keine repräsentative Stichprobe, nur für Veränderungen innerhalb dieser Stationen.
  • Diagramme als PNG über das Pfeilsymbol, mit Titel und Quelle im Bild. Das Hauptdiagramm lässt sich einbinden: benzin.jetzt/widget.
  • Methode, vor Beginn festgeschrieben, mit Änderungsprotokoll: Methodik: Tankrabatt 2026.
  • Kontakt: Oliver Wagner, oliver@benzin.jetzt

Deutschland: Meldedaten der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe über Tankerkönig, Bundesmittel aller Stationen. Frankreich: prix-carburants.gouv.fr. Großhandel: ICE Gasoil. Stationsebene: eigener Monitor mit rund 430 Stationen, der nur für Differenzen innerhalb der Stichprobe taugt, nicht für Niveaus.