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Tankrabatt, Tag 1: 13 bis 15 Cent günstiger – und warum wir noch keine Quote nennen

Am ersten Tag der Steuersenkung sind die Spritpreise in Deutschland deutlich gefallen. Um 11 Uhr kostete Super E10 im Bundesschnitt 12,7 Cent weniger als am Vortag zur selben Uhrzeit, Diesel 13,3 Cent weniger. Auch nach der täglichen Preiserhöhung um 12 Uhr lagen die Preise um 13 Uhr noch 15,3 Cent (E10) und 14,8 Cent (Diesel) unter dem Vortag. Wie viel davon auf die Steuer zurückgeht, sagen wir heute noch nicht – aus einem guten Grund.

Grundlage sind die an die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe gemeldeten Preise aller rund 14.500 Tankstellen in Deutschland, als Stundenwerte. Die laufenden Zahlen findest du auf unserem Tankrabatt-Monitor.

Die Zahlen vom ersten Tag

  • Super E10, 11 Uhr: 205,3 Cent je Liter, 12,7 Cent weniger als am 30. September um 11 Uhr
  • Diesel, 11 Uhr: 219,9 Cent je Liter, 13,3 Cent weniger als am 30. September um 11 Uhr
  • Mittagssprung im Bundesschnitt (12 gegen 13 Uhr): heute 16,7 Cent bei Diesel und bei Super E10, am 30. September 18,4 und 19,5 Cent
  • 13 Uhr gegenüber dem 30. September, 13 Uhr: Diesel 14,8 Cent, Super E10 15,3 Cent weniger

Rechnerisch beträgt die Steuersenkung rund 16,7 Cent je Liter: Die Energiesteuer sinkt um 14,04 Cent, dazu kommt die Umsatzsteuer darauf. Bei 50 Litern sind das etwa 8,35 Euro – vorausgesetzt, die Senkung wird vollständig weitergegeben. Die Zahlen oben sind beobachtete Preisänderungen, nicht um Bewegungen im Großhandel bereinigt.

Was in der Nacht passiert ist

Neben den Stundenwerten aller Tankstellen beobachten wir rund 430 Stationen mit einem eigenen Monitor im Detail. Er ist keine repräsentative Stichprobe, zeigt aber, wann genau gesenkt wurde. Von 431 Stationen hatten bis 11:59 Uhr 427 den Dieselpreis gesenkt, die Hälfte davon schon bis 0:15 Uhr. Im Median waren es 18,0 Cent gegenüber dem Vorabend und 13,2 Cent gegenüber dem Vormittag des Vortags. Bei Super E10 senkten 401 von 408 Stationen, um 17,0 beziehungsweise 13,1 Cent.

Dass zwei so unterschiedliche Zahlen beide stimmen, liegt an der 12-Uhr-Regel. Der Vorabend liegt nach der täglichen Preiserhöhung und damit hoch. Wer gestern Vormittag getankt hat, sieht heute eine Ersparnis von rund 13 Cent, nicht von 18.

Der Mittagssprung frisst den Rabatt nicht automatisch auf

Seit dem 1. April dürfen Tankstellen ihre Preise nur einmal am Tag erhöhen, um 12 Uhr. Heute betrug der Sprung im Bundesschnitt bei Diesel und Super E10 jeweils 16,7 Cent. Das ist zufällig fast genau der Betrag der Steuersenkung – heißt aber nicht, dass sie weg ist. Am Vortag war der Sprung größer, 18,4 Cent bei Diesel und 19,5 Cent bei E10. Deshalb lagen die Preise um 13 Uhr sogar weiter unter dem Vortag als um 11 Uhr.

Einen Mittagsaufschlag gab es auch vor der Steuersenkung, vom 10. bis 29. September im Schnitt 16,0 Cent bei Diesel. Ein Sprung allein zeigt also nicht, dass der Rabatt aufgezehrt wurde. Aussagekräftig ist nur der Vergleich zur gleichen Uhrzeit.

Warum wir noch keine Weitergabequote nennen

Ein einfacher Vergleich mit dem Vortag vermischt die Steuer mit allem anderen, was den Preis bewegt. Das zeigt schon der Tag vor dem Rabatt: Am 30. September um 11 Uhr lag Diesel bundesweit 4,9 Cent unter dem Vortag zur selben Uhrzeit, Super E10 5,2 Cent. Am Tag davor war der Großhandelspreis für Diesel um rund 4,1 Cent je Liter gefallen, mit Umsatzsteuer gerechnet. Woran solche Bewegungen im Einzelnen liegen, lässt sich aus Preisen allein nicht trennen.

Wir berücksichtigen gemeinsame Marktbewegungen deshalb mit einem Vergleich mit Frankreich: gleicher Großhandelsmarkt, gleiche Währung, gleiche Ölpreisschocks, aber keine Steuersenkung. Weil Frankreich auf den Großhandel etwa einen Tag später reagiert, braucht der Vergleich den vollständigen französischen Folgetag. Die erste Schätzung der tatsächlichen Weitergabe für den 1. Oktober erscheint deshalb am 3. Oktober, das Mittel über sieben Tage ab dem 9. Oktober.

Die Methode haben wir vor Beginn des Rabatts festgeschrieben und öffentlich gemacht. Jede spätere Änderung steht dort im Änderungsprotokoll – auch die vom ersten Tag, an dem wir den Veröffentlichungszeitpunkt korrigiert haben.

Was das für deinen Tankstopp heißt

  • Die Uhrzeit ist fast so wichtig wie der Rabatt. Im Schnitt der 14 Tage vom 17. bis 30. September lag der bundesweite Dieselpreis um 11 Uhr 3,2 Cent unter dem Tagesmittel und um 13 Uhr 12,1 Cent darüber. Zwischen der günstigsten und der teuersten Stunde lagen bei Diesel gut 15 Cent, bei Super E10 16 Cent.
  • Vor zwölf ist es im Schnitt am günstigsten. Im untersuchten Zeitraum waren die Preise im Bundesmittel kurz vor zwölf am niedrigsten. Für jede einzelne Tankstelle gilt das nicht zwingend.
  • Vergleichen lohnt sich. Selbst Tankstellen derselben Marke in Nachbarorten hatten heute Vormittag zum Teil zweistellige Cent-Abstände. Die Preise in deiner Nähe zeigt benzin.jetzt im Fünf-Minuten-Takt.

Häufige Fragen zum ersten Tankrabatt-Tag

Wie viel billiger ist Tanken seit dem 1. Oktober 2026?

Am 1. Oktober 2026 lag Super E10 um 11 Uhr im Bundesschnitt 12,7 Cent und Diesel 13,3 Cent unter dem Vortag zur selben Uhrzeit, gemessen von benzin.jetzt an den Meldedaten aller rund 14.500 Tankstellen. Um 13 Uhr waren es 15,3 und 14,8 Cent. Diese Werte sind nicht um Bewegungen im Großhandel bereinigt.

Kommt der Tankrabatt vollständig an?

Das lässt sich am ersten Tag nicht seriös sagen. Rechnerisch beträgt die Entlastung rund 16,7 Cent je Liter. benzin.jetzt schätzt die tatsächliche Weitergabe über einen Vergleich mit Frankreich; die erste Schätzung für den 1. Oktober erscheint am 3. Oktober, das Mittel über sieben Tage ab dem 9. Oktober.

Warum ist Sprit nach 12 Uhr wieder teurer, obwohl die Steuer gesenkt wurde?

Seit dem 1. April 2026 dürfen Tankstellen ihre Preise einmal täglich um 12 Uhr erhöhen. Diesen Mittagsaufschlag gab es schon vor der Steuersenkung. Am 1. Oktober betrug er im Bundesschnitt 16,7 Cent, am Vortag 18,4 Cent bei Diesel und 19,5 Cent bei Super E10. Ein Mittagssprung allein zeigt deshalb nicht, dass der Rabatt aufgezehrt ist.

Wann ist Tanken am günstigsten?

Im Bundesmittel waren die Preise in den 14 Tagen vom 17. bis 30. September kurz vor zwölf am niedrigsten und um 13 Uhr am höchsten. Der Abstand lag bei Diesel bei gut 15 Cent je Liter. An einzelnen Tankstellen kann es anders sein; ein Preisvergleich in der Nähe lohnt sich daher meist mehr als jede Faustregel.

Woher stammen die Zahlen?

benzin.jetzt wertet die Preise aus, die alle rund 14.500 meldepflichtigen Tankstellen an die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe beim Bundeskartellamt melden, abgerufen über Tankerkönig. Für den Vergleich mit Frankreich nutzt benzin.jetzt die amtlichen französischen Preisdaten von prix-carburants.gouv.fr.

Zahlenstand: 1. Oktober 2026, 13:30 Uhr. Die laufenden Werte stehen auf dem Tankrabatt-Monitor. Für Redaktionen gibt es das Diagramm zum Einbinden unter benzin.jetzt/widget.

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Quellenhinweis: Die Daten stammen von der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (MTS-K) beim Bundeskartellamt. Journalisten und Redaktionen können alle Daten unter Quellenangabe „benzin.jetzt" frei verwenden. Kontakt: oliver@benzin.jetzt