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Diesel-Allzeithoch gebrochen: Durchschnittspreis übertrifft Rekord von 2022

Update 23. März 2026: Der Diesel-Durchschnitt in 50 deutschen Großstädten liegt jetzt bei 2,339 Euro pro Liter — und damit über dem bisherigen Allzeithoch von 2,321 Euro vom 10. März 2022. Der Rekord ist gebrochen.

Bereits am Freitag (20.3.) lag der bundesweite ADAC-Durchschnitt bei 2,324 Euro — über dem bisherigen Rekord. Unsere Echtzeit-Analyse von fast 3.000 Tankstellen bestätigt den Trend. An einzelnen Tankstellen werden bis zu 2,749 Euro pro Liter verlangt. Unter den 10 teuersten innerstädtischen Tankstellen liegt jede einzelne über dem Rekord von 2022. Die drei teuersten: ESSO in Münster, Hamm und Berlin — jeweils 2,749 €.

Die Daten im Überblick

Diesel Ø Großstädte 2,339 € benzin.jetzt, 23.3.
Allzeithoch 2022 2,321 € ADAC, 10.3.2022
Diesel Ø bundesweit 2,324 € ADAC, Fr. 20.3.
Teuerste Tankstelle 2,749 € ESSO Münster/Hamm/Berlin

Die Preisschere zwischen Marken ist enorm

Die teuerste Tankstellen-Marke im Durchschnitt verlangt 8 Cent pro Liter mehr als der günstigste Anbieter — bei identischer Kraftstoffqualität (alle erfüllen EU-Norm EN 590). Bei einer 50-Liter-Tankfüllung sind das 4 Euro Unterschied, nur durch die Wahl der Marke.

Autobahn-Tankstellen verlangen im Schnitt 39 Cent mehr als Tankstellen im Stadtgebiet. Bei 50 Litern sind das 19,50 Euro Mehrkosten — allein durch die Lage an der Autobahn.

Wer vergleicht, spart sofort

Selbst innerhalb derselben Stadt variieren die Diesel-Preise um bis zu 66 Cent pro Liter (Min: 2,089 €, Max: 2,749 €). Bei einer Tankfüllung von 50 Litern entspricht das einem Unterschied von bis zu 33 Euro.

„Das Allzeithoch ist keine abstrakte Zahl mehr — es ist Realität an der Zapfsäule. Wer an der falschen Tankstelle tankt, zahlt bis zu 66 Cent mehr pro Liter als nötig. Und wer zur falschen Uhrzeit tankt, zahlt nochmal 5 bis 10 Cent drauf. In dieser Marktlage ist Preisvergleich keine Sparmaßnahme — es ist Selbstschutz.“ Oliver Wagner, Gründer von benzin.jetzt

Was Autofahrer jetzt tun können

Timing nutzen: An einer einzigen Tankstelle schwankt der Diesel-Preis im Tagesverlauf um bis zu 10 Cent. Wer abends zwischen 18 und 22 Uhr tankt statt morgens, spart bei 50 Litern rund 5 Euro — ohne einen Meter extra zu fahren.

Marke hinterfragen: Die günstigsten Anbieter sind typischerweise freie Tankstellen und Supermarkt-Tankstellen. Die Kraftstoffqualität ist identisch — alle Kraftstoffe erfüllen dieselbe EU-Norm.

Autobahn meiden: Wer vor oder nach der Autobahn tankt statt an der Raststätte, spart aktuell über 20 Euro pro Tankfüllung.

Hintergrund

Die Preissteigerung der vergangenen Tage geht auf die Eskalation des Iran-Konflikts und die Sorge um die Straße von Hormus zurück — eine der wichtigsten Routen für den weltweiten Öltransport. Am Freitag (20.3.) lag der ADAC-Bundesdurchschnitt bei 2,324 Euro, am Sonntagmorgen bei 2,338 Euro. Mit unserer aktuellen Messung von 2,339 Euro im Großstadt-Durchschnitt ist der Rekord von 2022 nun übertroffen.

In mehreren europäischen Ländern haben Regierungen bereits mit Preisdeckeln reagiert: Kroatien (Diesel: 1,55 €/l), Ungarn (1,59 €/l) und Slowenien (1,48 €/l).

Methodik

Die Analyse basiert auf den Echtzeit-Preismeldungen der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (MTS-K) beim Bundeskartellamt. Am 23. März 2026 wurden 2.984 Diesel-Tankstellen in 50 deutschen Großstädten ausgewertet. Das historische Allzeithoch von 2,321 €/l Diesel wurde am 10. März 2022 erreicht (Quelle: ADAC Pressemitteilung, April 2022).

Die vollständige Echtzeit-Analyse mit Marken-Ranking, den teuersten Einzeltankstellen und dem Autobahn-Aufpreis ist auf dem benzin.jetzt Tankstellen-Pranger verfügbar.

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Quellenhinweis: Die Daten stammen von der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (MTS-K) beim Bundeskartellamt. Journalisten und Redaktionen können alle Daten unter Quellenangabe „benzin.jetzt" frei verwenden. Kontakt: oliver@benzin.jetzt